Der Truppenübungsplatz Oberlausitz ist der einzige militärisch genutzte Truppenübungsplatz in Sachsen. Gelegen in der Muskauer Heide, dem größten Binnendünengebiet Ostdeutschlands, weist er eine besondere Landschaft mit flachen Ebenen und geschlossenen Dünenlandschaften mit teilweise steilen Hängen auf. Auf den trockenen Sandböden gedeihen vornehmlich Trockenrasen und Kiefernwälder, in grundwassernahen Niederungen finden sich aber auch Heidemoore. Die weiten Ebenen bieten sich als Motiv "historisches Schlachtfeld" bzw. von Wildwuchs freigehaltene Sandflächen im kleinen Rahmen als "wüstenähnliche Landschaft" an.
Die Kommandantur des Truppenübungsplatzes Oberlausitz ist Dreharbeiten gegenüber aufgeschlossen, hat jedoch durch einen hohen Auslastungsgrad, Gefahrenlagen und Verbote, die bei militärischen Anlagen zu berücksichtigen sind, enge Spielräume für die Genehmigungserteilung.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Planungsvorlauf bis zu 2 Jahre, feste Feinplanung aller Nutzungen 6 Wochen vor Termin. Anfragen sollten daher so früh wie möglich, mindestens 8 Wochen vor Dreh gestellt werden. Die Unsicherheit einer kurzfristig nötigen Platzräumung ist nicht auszuschließen.
Einschränkungen (räumlich):
Für die Genehmigung zum Begehen des Truppenübungsplatzes Oberlausitz sind eine Belehrung, eine Haftungsverzichts- und Verschwiegenheitserklärung Voraussetzung. Grundsätzlich besteht ein Film- und Fotografieverbot für diese Bundeswehrliegenschaft mit militärischen Sicherheitsbereichen. Daher bedürfen alle Bildaufnahmen einer gesonderten Erlaubnis.
Weitere Genehmigungsgeber siehe Abschnitt ZUSATZINFORMATIONEN, die Kommandantur ist bei der Vermittlung der Ansprechpartner gern behilflich.
Nutzung
Der Truppenübungsplatz dient grundsätzlich und vorrangig der militärischen Nutzung. Im Rahmen freier Kapazitäten finden auch Übungsvorhaben anderer Bundes- und Landesbehörden statt.
Daher bestehen Gefahren u. a. durch:
- Munition (Schießbetrieb) und Munitionsteile (Blindgängergefahr, unterschiedliche Grade der Munitionsbelastung)
- Übungen von Kampffahrzeugen, unbeleuchtete und getarnte Fahrzeuge
- verschmutzte Straßen, Sperren und Hindernisse
Inneneinrichtung
Östlicher Bereich (S127)
Dorfstelle Neudorf: wenige Mauerreste erhalten
Gutshaus/Forsthaus: Bausubstanz intakt, fensterlos, nur innen beschädigt
Verlorenes Wasser: gute Zuwegung, verfestigte Wege, Weg trennt feuchtes Sumpfgebiet vom trockenen Waldbereich, Wasser rötlich gefärbt
Schießbahn 3: nur während der großen Instandhaltungszeit im Juli/August
Schießbahn 2: ebenfalls hoch munitionsbelastet, auch Hubschrauber, schlechte Zuwegung
Schießbahn 5: größte Sandfläche
Mittlerer Bereich (B115)
Feuerstellungsraum 2: außerhalb der Ausbildungs-/Übungszeiten ganzjährig nutzbar, viele unbefestigte Wege (Fahrtraining)
ehem. Mörserzielgebiet (MZG): etwa 700 m lange, verdichtete Sandpiste für Flugzeuge, darauf bereits erster Wildwuchs, neue Überlandleitung in der Nähe errichtet
Übungsraum Oskar: ehemals Tagebau, wieder aufgeforstet, Blick Richtung Tagebau Nochten und Aussichtsturm Weißwasser (nördlich) sowie Kraftwerk Boxberg (südlich) möglich (LEAG)
Westlicher Bereich (B156)
Panzerbrücke: über die Spree mit Blick auf die Furt
Furt: mit Betonbefestigung, an kanalisiertem Spreelauf
Übungsdorf A und B: Holzhütten für Kampfübungen im urbanen Gelände, Schießhäuser für Innentraining
Schießbahn 1, Übungsraum Q: große freigehaltenen Fläche
Zusätzliche Räumlichkeiten
Unterkünfte:
zwei Truppenlager mit dreistöckigen Gebäuden für bis zu 1650 Soldaten und zwei Flächen für Biwaks, die Platz für Zelte mit rund 700 Soldaten bieten;
Verpflegung vor Ort:
über Kantine des Truppenübungsplatzes anzufragen,
regionale Produkte: z. B. Handwerksbäckerei in Skerbersdorf
Erschließung
Mobilfunknetz:
nicht allerorts 100%ig abgedeckt, teils polnisches Netz (Grenznähe)
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Aufzüge:
Kosten: Bezüglich des Nutzungsentgeltes bedarf es eines Mitnutzungsvertrages über das Bundeswehrdienstleistungszentrum in Dresden. Dieser regelt Mitnutzungsentgelder und Auflagen.
Weitere Genehmigungsgeber:
In das Genehmigungsverfahren für Dreharbeiten bezieht die Kommandantur des Truppenübungsplatzes die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben als Flächeneigentümer ein.
Der Bundesforstbetrieb Lausitz ist für die Betreuung der Wälder zuständig (auch Beratung Naturschutz).
Der Tagebau und das Kraftwerk sowie das Förderband gehören zum LEAG-Gebiet. Bildaufnahmen und Betretungen sind mit der LEAG abzustimmen.
Für die Durchquerung der Furt ist zusätzlich die Genehmigung der Unteren Wasserbehörde des Landratsamtes Görlitz einzuholen.
Erfahrungen mit Dreharbeiten
Dreharbeiten kleinerer Drehteams (z. B. TV-Dokumentationen mit Themen wie "Wälder Sachsens" oder "Wölfe");
Die Abenteuer des Werner Holt (1965; Set: Dorf Tränke im östlichen Bereich des Truppenübungsplatzes, von dem heute nur noch die Grundrisse einzelner Gebäude erhalten sind, eine Gedenktafel erinnert an das Schicksal des Dorfes)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Oberstleutnant Pierschel
Truppenübungsplatz Oberlausitz
Kommandant
Muskauer Forst 1
02957 Weißkeißel
T: +49 (0) 3576 213 3000
TrUebPlKdtrOberlausitzKommandant@bundeswehr.org
Kontakt vor Ort
Hauptmann Sven Rahn
Truppenübungsplatz Oberlausitz
Stellv. Kommandant
Muskauer Forst 1
02957 Weißkeißel
T: +49 (0) 3576 213 3070
TrUebPlKdtrOberlausitzTrUebPlBtrb@bundeswehr.org