In seiner expressiven Architektur ist der UFA-Palast eines der interessantesten zeitgenössischen Bauwerke in Dresden. Die äußere Erscheinung des Kinos entzieht sich der herkömmlichen Vorstellung eines Filmtheaters. Bestehend aus einem fensterlosen, riegelartigen Betonkubus und einem kontrastierenden, filigran wirkenden Glaskörper gleicht der Bau mehr einer abstrakten Skulptur denn einem Funktionsbau. Die im Äußeren angedeutete Multifunktionalität setzt sich im Innern fort und wird über Plakate, Kartenschalter und Verkaufstresen nur teilweise aufgehoben. Die acht modern ausgestatteten Kinosäle sind auf drei Ebenen im Betonkörper untergebracht. Den Innenraum des angrenzenden, vollständig verglasten Kristallkörpers dominiert ein weit verzweigtes Gefüge aus wuchtigen Stahlbetontreppen, Brücken und Pfeilern. Jeder Standpunkt schafft neue Sichtbezüge, wobei die benachbarten Gebäude automatisch als Hintergrund fungieren.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
Kino mit acht Sälen, Räume genutzt für Kongresse, Tagungen, Partys
Kunsthistorische Baubeschreibung
Kinopalast, 1997-98 nach Plänen der Architekten Wolf D. Prix und Helmut Swiczinsky im Stil des Dekonstruktivismus errichtet. Der radikale Kinobau ist im Wesentlichen aus zwei Gebäudeteilen zusammengesetzt, dem mehrgeschossigen Betonblock an der St.-Petersburger-Straße sowie dem der Prager Straße zugewandten Kristallkörper. Der die Kinosäle beherbergende, riegelartige Betonkubus ist eine Stahlbetonkonstruktion, deren schmuck- und fensterloser Fassade rohe Aluminiumbleche vorgelagert wurden. Im Westen schließt an den Betonflügel ein skulpturhafter, gänzlich asymmetrischer Glaskörper an. Die Stahlskelett-Glas-Konstruktion, die sich weit über den angrenzenden Platz erhebt, lebt von ihrer streng geometrischen und dennoch unregelmäßig-unruhigen Gliederung. Aus der Gegensätzlichkeit der Gebäudeteile entsteht ein spannungsreicher Kontrast zwischen Abschottung und Öffnung, Ausgrenzung und Einbeziehung der Umgebung.
Epoche
Nachkriegsarchitektur, Moderne zeitgenössische Architektur, Skulpturales Bauen
Inneneinrichtung
Am Haupteingang des Kinopalastes an der Prager Straße bietet einen großzügigen Foyerbereich mit Kinokassen und eine gegenüberliegende Verkaufstheke für Getränke und Snacks. Die kinotypische Einrichtung dominieren hier ein bunt verkachelter Verkaufstresen, Bildschirme, Kühlzellen sowie wechselnde Werbeplakate, Aufsteller etc. Für die Kinogäste steht ebenfalls einfaches Mobiliar in Form von modernen Stühlen und Tischen bereit. Über dem Eingangsfoyer befinden sich acht Kinosäle, jeweils mit blauer bzw. roter Bestuhlung. Der Zugang zum Kristallkörper erfolgt über das Hauptfoyer oder einen separaten Eingang. Der von einer Stahlkonstruktion getragene Glaskörper umschließt einen durch Treppen, Pfeiler, Brücken und Sichtbetonwände zerschnittenen, asymmetrischen Raum. Die dekonstruktivistische Raumkomposition fasziniert durch ihre überraschenden, sich auf jeder der vier Ebenen neu erschließenden Sichtbezüge. Der karge Raumeindruck des Kristallkörpers entsteht vorrangig über Baumaterialien wie Stahlbleche und unverkleideten Beton sowie minimalistische Schmuckelemente wie einem doppelten Drahtkegel, aufgehängt im obersten Geschoss. Partiell fangen Einrichtungselemente wie ein Verkaufsschalter oder Kinoplakate die Leere des Raumes auf.
Zusätzliche Räumlichkeiten
kaum Nebenräume vorhanden, Abstellmöglichkeiten in den Foyers
Erschließung
Starkstromanschlüsse an mehreren Stellen des Hauses vorhanden und problemlos zu verlegen, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen des Kinos ebenfalls nutzbar
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
im "Kristall" unterschiedliche Treppenaufgänge vorhanden, für Materialtransport geeignet
Aufzüge:
ein Personenaufzug vorhanden, Größe ca. 0,8 m x 1,20 m
Parkplätze
keine hauseigenen Parkplätze vorhanden, in den umliegenden Straßen einige kommunale, gebührenpflichtige Parkflächen, sonst Tiefgaragen nutzbar, Anlieferung vor dem Haupteingang kurzfristig möglich, Beantragung bei der Stadt Dresden notwendig;
gebührenpflichtige öffentliche Parkplätze in der Innenstadt über Webseite der Stadt Dresden suchbar
Saalpläne und Informationen zur Saalausstattung können der Website des Kinos entnommen werden.
Der Kontakt zum Architektenbüro Coop Himmelb(l)au kann über das Kino hergestellt werden.
Über die Marketingabteilung können Anfragen zur Geschichte des Kinos und der UFA-Kinos beantwortet werden.
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
MDR Tatort: Katz und Maus (2021)
sowie Musikvideos, Werbespots, TV-Berichte und Dokumentationen
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Katharina Steinhäuser
1. FSF Dresden GmbH & Co. KG
Theaterleitung
St. Petersburger Straße 24a
01069 Dresden
Kontakt vor Ort
Katharina Steinhäuser
1. FSF Dresden GmbH & Co. KG
Theaterleitung
St. Petersburger Straße 24a
01069 Dresden