Die 1933 geweihte Bethanienkirche in Schleußig ist eine der jüngsten Kirchen Leipzigs. Ihre schlichte, geometrische Architektur folgt den Vorgaben der Neuen Sachlichkeit und verkörpert dennoch das Erhabene eines Sakralbaus. Im Innern empfängt das Kirchenschiff in einem warmen Licht und in dezent-feierlicher Ausstattung, die durch den Chorraum, das Altarfenster, sowie die Orgelempore maßgeblich bestimmt wird. Die Architekten C. W. Zweck und H. Voigt, nach deren Plänen auch das Neue Grassimuseum in Leipzig errichtet wurde, schufen ein evangelisches Gemeindehaus, in das neben den Sakralräumen auch die Kanzlei und Kirchnerwohnung, Wirtschaftsräume, ein Gemeindesaal mit Bühne sowie ein Kirchencafé integriert sind. Diese Unterbringung der für das Gemeinschaftsleben dienenden Räume in die Kirche selbst war zu diesem Zeitpunkt eine Neuerung und verkörpert ein modernes Verständnis von Religion und Gemeindeleben.
Die Bethanienkirche in Leipzig hat dank kurzer Nachhallzeit eine ausgezeichneten Akustik.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
Kirche, Gemeinderäume, Veranstaltungen, etc.
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der Neuen Sachlichkeit verpflichteter, axialsymmetrischer Putzbau mit bergfriedähnlichem, 38,5 m hohem Rundturm, der Thüringer Wehrtürmen nachempfunden ist. Die Entwürfe für die 1931-33 entstandene Kirche lieferten Carl William Zweck und Hans Voigt. Die Eingangsseite ist ehrenhofartig gestaltet und wird flankiert von zwei vorgezogenen Treppenaufgängen mit Pfeilerarkaden, die den Besucher wie zwei ausgestreckte Arme empfangen. Das Gebäude ist in einer Eisenbetonkonstruktion in geometrischen Formen errichtet.
Epoche
Klassische Moderne, Bauhaus/Neue Sachlichkeit
Inneneinrichtung
Die Innenausstattung der Kirche ist bis auf die Farbigkeit in einigen Bereichen des Kirchenschiffs erhalten bzw. wurde restauriert. Das Kirchenschiff ist im Hauptgeschoss als ein dreischiffiges Langhaus mit Chorabschluss eingefügt. Das betonte Mittelschiff wird begrenzt von einem höher gelegenem Altarraum und zwei flacher gehaltenen Seitenschiffen. Über den Eingangsseiten befinden sich Emporen, wovon die mittlere als Orgelempore fungiert. Die vom Turmkörper umschlossene Orgel wurde im Jahr 1992 von der Fa. Jehmlich in Dresden gebaut. Bemerkenswert ist das zentrale Fenster von Emil Block, den eintretenden Christus zeigend und im Sinne eines Altarbildes gestaltet. Von Block stammen auch zwei Gemälde, die die Eingänge zu Sakristei und Taufkapelle schmücken. Das Obergeschoss zeichnet weiterhin die Verwendung edler Materialien wie Messingfassungen der Geländer, Türen und Lampen sowie der Fußboden aus Solhofer Platten.
Die Brautkapelle ist gegenüber des Kirchenschiffs im Turm untergebracht, zu dem eine Verbindung über drei mit farbiger Glasmalerei versehene Türen besteht. Die Decke ist als indirekt beleuchtetes Sternen- bzw. Faltengewölbe ausgeführt. Zwei originale Kirchenbänke, die die Rundung des Turmes aufnehmen, sind bis heute erhalten.
Gemeindesaal und der Vorraum zu selbigen befinden sich im weniger aufwendig ausgestatteten Souterrain. Der größere Gemeindesaal ist über Glasflügeltüren zu erreichen, ähnlich gehaltene, raumhohe Schiebetüren grenzen ihn vom kleineren Gemeinderaum ab. Beide Räume lassen sich zu einem großen Saal verbinden. Zur Inneneinrichtung gehören eine Bühne und Parkettboden sowie eine einfache Holzbestuhlung. Decken, Lampen, Türen sind im Original erhalten.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Nebenräume für Maske, Garderobe, Catering vorhanden, z. B. Kirchencafé, Brautkapelle oder Krabbelraum (wurde schon als Technikraum genutzt)
Erschließung
Kraftstromanschlüsse vorhanden, Strom in alle Räume verlegbar, sanitäre Einrichtungen und Wasseranschlüsse saniert, können genutzt werden; Kirchensaal im Winter nicht beheizt, Saal muss mind. 2 Tage im Voraus angeheizt werden, daher Dreharbeiten im Winter sehr kostenintensiv
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppe im Eingangsbereich ca. 3,30 m breit; Treppe zum Kirchensaal ca. 2 m breit; Treppe zur Empore 1,50 m breit; Treppe ins Turmzimmer 0,90 m breit
Aufzüge:
behindertengerechter Personenaufzug, der den Eingang im Erdgeschoss mit dem Untergeschoss (Gemeindesaal, Küche) und dem Obergeschoss (Kirchensaal) verbindet,
Maximallast: 385 kg,
Maße: 1,20 m B x 1,40 m T x 2,00 m H,
Tür: 0,90 m B x 2,00 m H
Parkplätze
vor der Kirche öffentliche Parkplätze als Stellplätze für ca. 2 Lkw geeignet, sonst ausreichend Parkplätze in den umliegenden Straßen vorhanden
Experten zum Kirchenbau können über die Bethaniengemeinde angefragt werden, es existiert zudem eine Broschüre mit Informationen zur Geschichte der Bethanienkirche und zur Gemeinde
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Pfarrer Martin Staemmler-Michael
Ev.-Luth. Bethanienkirchgemeinde Leipzig-Schleußig
Pfarrer
Stieglitzstraße 42
04229 Leipzig
T: +49 (0) 341 4129566
staemmler-michael@bethanienkirche-leipzig.de
Kontakt vor Ort
Claudia Krenzlin
Ev.-Luth. Bethanienkirchgemeinde Leipzig-Schleußig
Pfarramt/Verwaltung
Stieglitzstraße 42
04229 Leipzig