Die Schwebebahn ist eines der Wahrzeichen des Dresdner Stadtteils Loschwitz und stellt ein bedeutendes Denkmal der Ingenieurskunst um die Jahrhundertwende dar. 1901 als weltweit erste Bergschwebebahn eröffnet, galt sie als ein Wunderwerk der Technik. Ziel war es, das florierende, aufstrebende Loschwitz mit dem höher gelegenen Stadtteil "Schöne Aussicht" verkehrstechnisch zu verbinden. Die Bahn überwindet über 84 Meter Höhenunterschied auf einer Strecke von 274 Metern mit einer Geschwindigkeit von 6 km/h. Während der viereinhalbminütigen Fahrt und auf der Aussichtsplattform an der Bergstation in Oberloschwitz erschließt sich ein herrlicher Blick ins Elbtal mit der Loschwitzer Elbbrücke "Blaues Wunder" und über die Stadt Dresden. Zum 110-jahrigen Jubiläum der Dresdner Schwebebahn wurde einer der Wägen in den optischen Zustand von 1901 zurückversetzt.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
während der Betriebszeit, sonst nur nach Absprache;
Revisionszeiten beachten!
Sperrzeit für Frühjahrsrevision:
23.2.-13.3.2026
Sperrzeit für Herbstrevision:
2.-13.11.2026
Einschränkungen (räumlich):
Betriebsablauf darf nicht gestört werden, vor 10 Uhr günstig
Nutzung
als Nahverkehrsmittel genutzt, hauptsächlich von Ausflugsgästen besucht
Kunsthistorische Baubeschreibung
Die Bahn basiert auf der Erfindung des Kölner Industriellen Eugen Lange einer eingleisigen Hängebahn Ende des 19. Jahrhunderts. Ausgeführt wurde der Bau anhand von Plänen der Continentalen Gesellschaft für elektrische Unternehmungen Nürnberg (Conti). Der Schwerpunkt wurde bei der Konstruktion nach unten verlagert, genau unter die Schiene, um die Stabilität zu gewährleisten. 33 Stützmasten halten die Bahn in der Schwebe. Zunächst wurde die Bahn von zwei Dampfmaschinen angetrieben, 1909 stellte man den Antrieb auf elektrischen Betrieb um. Die Steuerung der Bahn erfolgt von einer der Stationen aus, diese sind baulich im Renaissancestil (Talstation) und wuchtiger, klarer Jahrhundertwendearchitektur (Maschinenhaus der Bergstation) gehalten.
Epoche
Historismus, Jahrhundertwende, Neorenaissance
Inneneinrichtung
Die Wagen erfuhren Änderungen in einigen Details: um 1930 wurden die außenseitigen Gepäckkörbe und die Bühne für den Wagenführer zurückgebaut und die Wagen talseitig verglast, 1950 folgte die bergseitige Verglasung, Türenschließen seit den 1980er Jahren elektrisch, Wagenkameras wurden nachgerüstet.
Zusätzliche Räumlichkeiten
zusätzliche Räume nur sehr begrenzt in den Diensthäusern vorhanden, Nutzung nach Absprache möglich
Erschließung
keine öffentlichen Toiletten vorhanden, in den Diensthäusern der oberen und unteren Station je eine Toilette vorhanden; Stromanschlüsse: Normal- und Starkstrom vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppen zu den Wagen ca. 4 m breit; Treppe zu den Ausstellungsräumen in der oberen Station 1,20 m breit, 2,10 m hoch
Aufzüge:
Schwebebahn ist ohne Aufzüge zu erreichen; im Aussichtsturm an der oberen Station seit 2002 Aufzug vorhanden: 1,50 m tief, 1,50 m lang, 2,20 m hoch, für 10 Pers. mit max. Belastung von 800 kg
Parkplätze
Parkplätze in den umliegenden Straßen vorhanden, Pkw-Parkplatz mit 50 Stellplätzen in der Finkestraße, schwierige Verkehrssituation vor der Haltestelle, aber alle Zufahrten Lkw-geeignet
Dokumente zur Historie und zur Technik der Schwebebahn im Betriebsarchiv der DVB vorhanden;
Ausstellung zu den Bergbahnen im Gebäude an der oberen Station
Erfahrungen mit Dreharbeiten
ist vorhanden, u.a.:
Heimatfilm (2025)
MDR Tatort: Nemesis (2019)
Anne und der König von Dresden (2016)
Der Turm (2011) als Double für die Standseilbahn
Das blaue Wunder (2003)
sowie TV-Beiträge (MDR, Dresden Fernsehen, etc.)
Lage
Dresdner Bergbahnen: Schwebebahn
Pillnitzer Landstraße 5 (Talstation)
01326 Dresden
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Falk Lösch
Dresdner Verkehrsbetriebe AG
Pressesprecher
Trachenberger Straße 40
01129 Dresden
Kontakt vor Ort
Carsten Lauterbach
Dresdner Verkehrsbetriebe AG | Bergbahnen
Gruppenleiter Bergbahnen
Pillnitzer Landstraße 5
01326 Dresden