Die Gartenvorstadt Marienbrunn entstand als Mustersiedlungsprojekt zur Internationalen Baufachausstellung im Jahr 1913. Die ländlich anmutenden Reihenhäuser der Siedlung mit ihren üppig begrünten Vor- und Hausgärten wiesen einen hohen Wohnkomfort bei bezahlbaren Mietpreisen auf und galten als Gegenentwurf zu den Ende des 19. Jahrhunderts errichteten mehrstöckigen Mietshäusern Leipzigs. Der kleinstädtische Charakter von Marienbrunn ist bis heute erhalten geblieben. In den engen, begrünten Straßenzügen mit ihren kleinen Häuserzeilen entsteht zuweilen eine märchenhafte Atmosphäre.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Einschränkungen (räumlich):
Keine grundsätzlichen Einschränkungen im öffentlichen Straßenland. Die Antragstellung für Erlaubnisse nach § 29 Abs. 2 StVO und für Sondernutzungen erfolgt bei der Veranstaltungsstelle der Stadt Leipzig. Die jeweiligen Eigentümer von Immobilien bzw. Grundstücken müssen zusätzlich kontaktiert werden.
In der Umweltzone Leipzig besteht ein Fahrverbot für Fahrzeuge ohne "Grüne Plakette", aber: es gibt eine Ausnahmeregelung für Spielfahrzeuge. Der Einsatz ist jedoch nur am Set gestattet und noch vor Drehbeginn anzeigepflichtig, sonst ordnungswidrig. Nähere Informationen im Handout Produktionszentrum Leipzig (S. 7 und 10).
Nutzung
Wohnsiedlung
Kunsthistorische Baubeschreibung
Gartenstadt mit Reihenhäusern für ein bis neun Familien mit ausgedehnten Vor- und Hofgärten, errichtet in der Tradition der englischen Gartenstädte. Projektierung der für die Baufachausstellung in Leipzig geplanten Mustersiedlung durch namhafte Leipziger Architekten wie Emil Franz Hänsel, Richard Weidenbach, Otto Droge und Georg Zschammer. Die Architektur der ein- bis zweigeschossigen Vorstadtreihenhäuser ist der ländlichen Bauweise angeglichen, wesentliche Merkmale sind ziegelgedeckte Giebel- und Spitzdächer, Putzfassen, Sprossenfenster mit farbigen Fensterläden aus Holz sowie getrennte, reich verzierte Hauseingänge.
Inneneinrichtung
Wohnhäuser in Marienbrunn größtenteils in Privateigentum, bei Interesse an Innenaufnahmen Kontakt über den Verein der Freunde von Marienbrunn e.V.
Zusätzliche Räumlichkeiten
keine vorhanden bzw. anzufragen über den Verein der Freunde von Marienbrunn e.V.
Erschließung
eventuell kommunale Strom- und Wasseranschlüsse nutzbar, anzufragen über die Stadt Leipzig, Zentrale Veranstaltungsstelle, Kontakt s.o.
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Gelände ebenerdig
Aufzüge:
in den Häusern keine Aufzüge vorhanden
Parkplätze
in den Straßen der Siedlung jeweils nur ein Parkstreifen, wenige Stellflächen vorhanden, für gewünschte Reservierung von Stellflächen muss 10 Arbeitstage vor Drehbeginn ein Antrag im Ordnungsamt/ Veranstaltungsstelle mit folgenden Angaben eingereicht werden: Anschrift/Tel./Fax. des Antragstellers bzw. Verantwortlichen vor Ort, Drehzeit, -ort, aussagefähige Lageskizze mit den gewünschten Flächen für die Produktionsfahrzeuge bzw. Motiv, Besonderheiten (Trailerfahrten, Aufbau auf Schienen für Kamera etc., Verkehrszeichenplan der autorisierten Firma)
Handout Produktionszentrum Leipzig mit Kontakten und Informationen für die Produktionsvorbereitung;
weitere Informationen zur Historie der Gartenvorstadt sowie aktuelle Hinweise über den Verein der Freunde von Marienbrunn e.V. ;
Literatur zur Baugeschichte:
Pro Leipzig e. V. und Leipziger Wohnungs- und Baugesellschaft mbH: Eine Wohnung für alle. Geschichte des kommunalen Wohnungsbaus in Leipzig 1900-2000, Leipzig 2000
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Henriette Pöritz
Stadt Leipzig | Ordnungsamt
Sachbearbeiterin Veranstaltungsstelle (Ansprechpartnerin für verkehrsrechtliche und ordnungsbehördliche Anordnungen)
Prager Straße 118-136, Haus A
04317 Leipzig
Kontakt vor Ort
Uta Johannes
Stadt Leipzig | Amt für Wirtschaftsförderung
Sachbearbeiterin Medien und Kreativwirtschaft (Zentrale Ansprechpartnerin für Filmproduktionen)
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig