Das Hauptgestüt Graditz ist eine großzügige barocke Anlage mit mehr als 40 Gebäuden und ca. 200 ha Grünland. Das Zentrum bildet der nordwestlich gelegene, vierseitig geschlossene Gestütshof mit Herrenhaus, gegenüber befindlichem Torhaus und flankierenden Stallungen. Hinter dem Schloss schließt sich ein großer Park mit Pferdekoppeln und diversem Nebengelass an. Weitere Stallungen und Wohngebäude mit Dorfcharakter sind dem Hofensemble vorgelagert. Das Areal mit seinen teils denkmalgeschützten Bereichen und dem insgesamt einheitlichen Charakter im Sinne eines Mikrokosmos erzeugt den Eindruck gewisser Abgeschiedenheit.
siehe auch Location Guide-Eintrag Hauptgestüt Graditz | Schloss und Park
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
jährlich wiederkehrende Veranstaltungen im März, Mai und August
Einschränkungen (räumlich):
Zutrittsbeschränkungen im gesamten Bereich der künstlichen Besamung (Labor etc.) und der Aufzucht
Nutzung
Hauptgestüt des Freistaats Sachsen, Ausbildungs- und Forschungsstätte, Veranstaltungsort, öffentlich zugänglicher Park;
Zuständigkeit innerhalb der Sächsischen Gestütsverwaltung: Haltung einer Stutenherde zur Remontierung des Hengstbestandes, Jungpferdeaufzucht, Betreuung von Gastpferden, Verkauf von Zuchtstuten und Reitpferden, Ausbildung im Beruf Pferdewirt und überbetriebliche Ausbildung von Landwirten, Grünlandbewirtschaftung auf 200 ha zur Eigenversorgung, Durchführung der Gestütsschauen und von kulturellen Veranstaltungen, Mitwirkung bei Forschungsaufgaben und Demonstrationen auf dem Gebiet der Pferdezucht;
gestütseigene Zucht in Graditz umfasst Stuten der Rassen Deutsches Sportpferd und Trakehner
Kunsthistorische Baubeschreibung
prachtvolle, baugeschichtlich und gartenkünstlerisch bedeutsame Anlage mit feudalabsolutistischem Anspruch,
größtenteils denkmalgeschützte Anlage mit diversen Bauten in unregelmäßiger Anordnung, die den Anforderungen entsprechend mehrfach erweitert wurde;
Gestütshof:
ursprünglich dreiseitige Anlage, Hauptgebäude / Herrenhaus (von Matthäus Daniel Pöppelmann 1725/26 erbaut), Seitenflügel mit Langem Stall und Stutenstall/Besamung, Torhaus (nach Plänen von Christian Traugott Weinlig um 1800 ergänzt) mit Neuem Rennstall und Kutschstall;
Park:
mit drei sternförmigen Schneisen, Hauptallee weist von der Mittelachse des Schlosses nach Torgau, zweigeschossiger Teepavillon;
Pferdekoppeln und Weideland:
dort auch offene Tribüne, diverse Paddocks (meist Backsteinbauten 1879-1892), Aufzuchtstall, Marienberger Halle, Berg- und Feldscheune;
dörfliches Gebäudeensemble:
ebenfalls meist Backsteinbauten (1879-1892), Wohngebäude, Alter Rennstall, Reithalle, Sattlerei, Hengststall, Deckhalle;
Beschreibung siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Graditz
Epoche
Barock, Klassizismus
Inneneinrichtung
für die tier- und umweltgerechte Pferdehaltung zweckentsprechend
Zusätzliche Räumlichkeiten
Garderoben und behindertengerechte Toiletten im Schloss vorhanden;
Übernachtungsmöglichkeiten buchbar über das Torgau-Informations-Center
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Aufzüge:
Parkplätze
Parkplätze vor dem Torhaus vorhanden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
Von Rindern & Rennpferden - Neues aus dem Gestüt Graditz (2017; MDR, Tierisch, tierisch! - Die Doku-Soap, 2. Staffel mit 5 Folgen)
Mein Name ist Bach (2002)
Impressionen
Kontakt
Hauptgestüt Graditz | Anlagen zur Pferdehaltung
Gestütsstraße 54-56
04860 Torgau OT Graditz
Kontakt Drehgenehmigung
Anja Imke
Sächsische Gestütsverwaltung
Öffentlichkeitsarbeit
Schloßallee 1
01468 Moritzburg
Kontakt vor Ort
Antje Kerber
Sächsische Gestütsverwaltung | Hauptgestüt Graditz
Gestütsleiterin
Gestütsstraße 54-56
04860 Torgau OT Graditz