Das Baugefüge der großzügigen barocken Gestütsanlage aus der Zeit August des Starken prägt das vom berühmten Baumeister des Dresdner Hofs Matthäus Daniel Pöppelmann errichtete Herrenhaus. Als Pendant des schlossgleichen Hauptgebäudes konzipiert, verlieh das erst später erbaute Torhaus dem ursprünglich dreiflügeligen Hof seine Geschlossenheit. Die alten, schlichten Ställe der "Churfürstlich Sächsischen Stutterey Graditz" wurden um 1900 durch die noch heute vorhandenen Stallgebäude ersetzt. An den Hof schließt sich ein schöner Park mit Teepavillon und Pferdestandbild an, der in das weitläufige Gelände mit Weideflächen, Koppeln und Zweckbebauung übergeht.
siehe auch Location Guide-Eintrag Hauptgestüt Graditz | Anlagen zur Pferdehaltung
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
jährlich wiederkehrende Veranstaltungen im März, Mai und August
Einschränkungen (räumlich):
Nutzung
Hauptgestüt des Freistaats Sachsen, Ausbildungs- und Forschungsstätte, Veranstaltungsort, öffentlich zugänglicher Park;
Schloss:
Verwaltungsitz, Lehrlingswohnheim, Wohnung für Bedienstete und Umkleide- und Versorgungsraum für Angestellte, repräsentativer Festsaal mit Vorraum;
Torhaus:
für Lagerzwecke genutzt
Kunsthistorische Baubeschreibung
Schloss:
nach einem Plan von 1722 durch Oberlandbaumeister Matthäus Daniel Pöppelmann errichtet, verputzter Bruchsteinbau mit zweigeschossigem Mittelbau und niedrigen Seitenflügeln, ursprüngliche Raumfolge mit Eingangshalle, Treppenhaus und Festsaal erhalten, Fußboden der Eingangshalle mit Sandsteinplatten,
Haupttreppenhaus mit originalem Geländer in barocker Manier und erneuerten, geschwungenen Blockstufen aus Elbe-Sandstein,
Festsaal im 1. Obergeschoss des Mittelbaus mit zwei gegenüberliegenden Kaminwänden, kunstvollen Malereien (allegorische Dekoration nach antikem Vorbild) und Austritt, historische Innentüren des Festsaals und originales Hoftor der Halle mit Ölanstrich versehen,
anstelle des Parktors der Halle Glasfront mit Tür, kurfürstliches Wappen über Altan und parkseitiger Mitteltür,
Fassaden mit illusionistischer Wandmalerei,
Wiederherstellung der barocken Dachlandschaft mit allen Gauben und Schornsteinen;
Torhaus (auch Wagenhaus/Reithaus mit Wagenschuppen):
eingeschossiger Bau mit hohem Walmdach und niedrigen Seitengebäuden, Quaderputzung und originale Farbgebung, über der mittigen Wagendurchfahrt Zwerchgiebel auf der Straßenseite, Uhrtürmchen im 19. Jahrhundert zugefügt und 1930 neu gestaltet;
Park:
Plan von 1725 gezeichnet von Hans Sigismund Ulrici, sternförmig verlaufende Linden-Alleen, drei (von 19 geplanten) Schneisen angelegt, Hauptallee vom Schloss ausgehend in nordwestlicher Richtung zur Marienkirche Torgau,
Teepavillon zweigeschossig mit zweiarmiger Freitreppe und Mansardwalmdach, oktogonaler Grundriss,
Pferdestandbild,
Friedhof;
Beschreibung siehe auch Liste der Kulturdenkmale in Graditz
Epoche
Barock, Klassizismus
Inneneinrichtung
Festsaal mit zwei Kaminen, Wandmalereien, Parkettfußoden, denkmalgerechten Türen und Fenstern, dezent verkleideten Heizkörpern, Kronleuchter und moderner Deckenbeleuchtung
Zusätzliche Räumlichkeiten
Garderoben und behindertengerechte Toiletten;
Übernachtungsmöglichkeiten buchbar über das Torgau-Informations-Center
Erschließung
Haustechnik im Dachraum
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
im Schloss originale Raumfolge mit Eingangshalle, Treppenhaus und Festsaal;
Treppenhäuser im Nord- und Südflügel
Aufzüge:
im Südflügel des Schlosses Treppenhaus mit Personenaufzug
Parkplätze
Parkplätze vor dem Torhaus vorhanden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
sind vorhanden, u.a.:
Von Rindern & Rennpferden - Neues aus dem Gestüt Graditz (2017; MDR, Tierisch, tierisch! - Die Doku-Soap, 2. Staffel mit 5 Folgen)
Mein Name ist Bach (2002)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Anja Imke
Sächsische Gestütsverwaltung
Öffentlichkeitsarbeit
Schloßallee 1
01468 Moritzburg
Kontakt vor Ort
Antje Kerber
Sächsische Gestütsverwaltung | Hauptgestüt Graditz
Gestütsleiterin
Gestütsstraße 54-56
04860 Torgau OT Graditz