Das Haus Schminke in Löbau gilt als eines der wichtigsten Bauwerke des Architekten Hans Scharoun. Das Wohnhaus der Industriellenfamilie Schminke entstand Anfang der 1930er Jahre als Gegenentwurf zu den traditionellen herrschaftlichen Villen. Prinzipien des Neuen Bauens wie Tranzparenz und Offenheit, Klarheit und Funktionalität wurden beispielhaft umgesetzt. Arbeits-, Wohn- und Schlafzimmer sind strikt getrennt, der Wohnbereich als Raum der Mitte für Gespräch und Gemeinschaft angelegt. Zahlreiche Panoramafenster und Glasschiebetüren bewirken trotzdem eine gegenseitige Durchdringung der Räume und zugleich ein Wechselspiel des Innern mit Natur und Garten. Das Haus wurde in enger Zusammenarbeit mit der Familie konzipiert. Der Entwurf berücksichtigt deren Bedürfnisse bis ins Detail: Für die vier Kinder beispielsweise gestaltete Hans Scharoun farbige Gucklöcher und bunte Spielzeugschränke.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache, unter Berücksichtigung anderweitiger Nutzungen
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache, Umbauten nur eingeschränkt möglich (Denkmalschutz)
Nutzung
Führungen, Veranstaltungen, Tagungen, Empfänge, Übernachtungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Stahlskellettbau auf s-förmigem, unregelmäßigem Grundriss; nach den Prinzipien des Neuen Bauens 1931-1933 von Hans Scharoun errichtet; Aufgliederung der Fassade zur Gartenseite hin, starke Aufglasung der Räume; Form des Einfamilienhauses durch Elemente der Schiffsarchitektur bestimmt: Flachdach mit weitauskragenden Vordächern, Terrassen, maritime Balkonbrüstungen und Freitreppen; Vortäuschung eines Schiffsrumpfs im Zusammenhang mit dem Anfang der 1930er Jahren angelegten Gartenteich
Epoche
Klassische Moderne, Bauhaus/Neue Sachlichkeit
Inneneinrichtung
erhaltene Innenausstattung im Rahmen der Sanierung wiederhergestellt, verlorene Farbgebung nicht rekonstruiert, originales Mobiliar z. T. vorhanden;
originale Raumfolge beibehalten, offene bzw. durch Schiebetüren getrennte, großzügige Flächen sowie eine geschwungene Treppe ins OG dominieren das EG (Halle, Kinderspielbereich, Essplatz, Wirtschaftsbereich mit Küche und Anrichte, Wohnraum, Wintergarten), im OG als deutliche Trennung von Wohnen und Schlafen kleinere, funktionelle Räume (Fremdenzimmer, Schlafräume der Kinder und Eltern, Dusche, Bad, WC);
interessante, auf die Familie Schminke zugeschnittene Details der Einrichtung noch erhalten: Einbauschrank für Kinderspielplatz, Vorhangträger für Raumaufteilung im Wohnzimmer, indirekte Deckenstrahlung im Wintergarten, Frankfurter Küche etc.;
Betonung von Klarheit und Funktionalität der Ausstattung durch edle Materialien: Marmor für breite Fensterbänke, Einbauschränke aus Mooreichen-, Birken- und Ahornholz, desweiteren Parkettfußböden; wechselnden Raumbeziehungen und optisch genau kalkulierte Bezüge zwischen Innen- und Außenbereich
Zusätzliche Räumlichkeiten
Garderobe oder Aufenthaltsräume können je nach Nutzung auf Anfrage eingerichtet werden, z. B. in den ehemaligen Schlafzimmern im OG
Erschließung
Starkstromanschlüsse 16 A im Lagerkeller sowie im Außenbereich vorhanden;
Wasseranschlüsse sowie sanitäre Einrichtungen nutzbar
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppenbreiten:
Außentreppe zur Terrasse im OG 0,76 m,
Kellertreppe 0,90 m
Aufzüge:
Parkplätze
hauseigener Parkplatz für 5 Pkw, benachbarter Parkplatz für 40 Pkw auf Anfrage
Ein umfangreiche Bibliothek zum Thema Haus Schminke kann vor Ort eingesehen werden.
Erfahrungen mit Dreharbeiten
TV-Shows:
Privatkonzert - Hausbesuch bei Stephanie Stumph & Wigald Boning (2019-2020)
Privatkonzert - Hausbesuch bei Kim Fisher & Wigald Boning (2017-2018)
Dokumentarfilme:
Das Traumschiff der Oberlausitz - Haus Schminke in Löbau (2019; MDR-Reihe: Der Osten - Entdecke wo du lebst)
Mit Licht gebaut - Ein Lebensschiff von Hans Scharoun (2012)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Julia Bojaryn
Stiftung Haus Schminke
Kirschallee 1b
02708 Löbau