Die Hofanlage um das ehemalige Wohnhaus von Waidhändlern wird heute als Kulturhof und Biergarten genutzt. Neben Ausstellungen im Neubau der Galerie, Waidspeicher und Vorderhaus finden vor allem im Sommer auch Konzerte, Theaterveranstaltungen oder Sommernachtskino im Hof statt. Das mittelalterliche Ensemble ist über mehrere Jahrhunderte entstanden, in verschiedenen Baustilen von der Romanik bis zur Renaissance ausgestaltet und bis heute zu großen Teilen erhalten. Die umfassende Restaurierung im Außenbereich lässt das reich verzierte Renaissanceportal zur Straße hin in neuem Glanz erstrahlen, im Innern jedoch befindet sich das Wohnhaus im Rohbau. Gegenüber befindet sich das Haus zum Goldenen Schwan, in dem heute eine Gaststätte untergebracht ist. Der Hof wird nach hinten hin von einem der zwei noch erhaltenen Erfurter Waispeichern abgeschlossen. Der Speicher diente der Lagerung von Färberwaid, dem wichtigsten europäischen Pflanzenfarbstoff im Mittelalter.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
Kulturhof, Kunst- und Kulturprojekte, kulturelle Veranstaltungen wie Ausstellungen, Konzerte, Sommerkino, Kabarett, Performance, Puppenspiel, Theater, Tanzveranstaltungen, außerdem im Sommer auch temporäre gastronomische Bewirtschaftung (www.zum-goldenen-schwan.de)
Kunsthistorische Baubeschreibung
Anlage mit Haupthaus, Torfahrt und Waidspeicher, um 1200 massives Steingebäude, 1326 Fachwerkeinbauten und -obergeschosse errichtet, 1433 nach hinten vergrößert, 1468 Waidspeicher im Hof erbaut, um 1500 Laasphekapelle an die Michaeliskirche angebaut (gemeinsame Bruchsteinwand mit dem Haupthaus), 1534 Toreinfahrt, 1561 Fassade durch Ilgen Milwicz erneuert, 1674-84 Kontorraum im EG eingebaut, zahlreiche Veränderungen im 19. Jh., seit 1991 Restaurierung im Innenraum (bis heute nicht abgeschlossen);
dreigeschossiges Haus mit zwei Baukörpern: links spitzbogige Torfahrt, darüber Fachwerk in Stockwerkbauweise mit versch. Füll- und Brüstungshölzern, rechts tieferes Gebäude mit einfachem Fachwerk, jedoch im EG reich dekoriertes Renaissanceportal mit Säulen und Wappen und beidseitig einem quadratischen, aufwendig gerahmten Fenster;
innen: zweischiffige, große Halle, vordere mit Mittelsäule (Holz, Schnitzereien, Blendnischen), neben Kontor Treppe zum OG (halbgeschossig erhöht), im zweischiffigen OG Wohnräume mit Ein- und Umbauten, rückwärtiger Anbau in Ständerbauweise mit zum Haupthaus versetzten Geschossen;
Waidspeicher als Abschluss des Hofes im hinteren Bereich, Fassade in Ständerfachwerk, massive Umfassungsmauern
Epoche
Romanik, Gotik, Renaissance
Zusätzliche Räumlichkeiten
Räume für Aufenthalt bzw. Maske/Garderobe nach Absprache im Gasthof Zum Goldenen Schwan (www.zum-goldenen-schwan.de); über diesen kann auch das Catering bestellt werden, zusätzliche Infos unter Produktionszentrum Erfurt
Erschließung
im Haus zum Güldenen Krönbacken Strom, Beleuchtung und intere Telefonleitung zum Hauptgebäude (keine Heizung), in der Galerie Wasser und sanitäre Einrichtungen
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
meist nur einzelne Stufen, Materialtransport zu allen relevanten Bereichen gewährleistet
Aufzüge:
keine Aufzüge vorhanden
Parkplätze
keine eigenen Parkplätze vorhanden, die Be- und Entladung mit LKWs ist direkt am Eingang möglich, Stellflächen begrenzt in der Innenstadt/näheren Umgebung vorhanden, Parken im Innenstadtbereich mit Sondergenehmigung, Ansprechpartner für verkehrsrechtliche Anordnungen unter zusätzliche Infos unter Produktionszentrum Erfurt
Erfahrungen mit Dreharbeiten
"Mein Bruder ist ein Hund", Tradewind Pictures, 2003
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Sandra Krauße
Stadtverwaltung Erfurt
Amt für Wirtschaftsförderung
Kontakt vor Ort
Herr Rätsch
Landeshauptstadt Erfurt
Kulturdirektion
Sachbearbeiter Kulturförderung
Benediktsplatz 1
99084 Erfurt