Die Görlitzer Synagoge, im frühen 20. Jahrhundert neu gebaut für die wachsende jüdische Gemeinde der Stadt, wurde nach ihrer Sanierung 2021 wiedereröffnet als Kulturforum. Eine jüdische Gemeinde gibt es seit dem Holocaust nicht mehr, und das Haus ist als Synagoge offiziell endwidmet. Das Haus ist einerseits ein öffentlich zugängliches Kulturdenkmal mit einer Dauerausstellung über jüdisches Leben in Görlitz, zum anderen ein modernes Veranstaltungshaus für Konzerte, Lesungen, Theater, Festveranstaltungen und Tagungen.
Das Kulturforum bietet ein vielseitiges Raumangebot. Der Kuppelsaal als Hauptraum beeindruckt durch seine hohe gewölbte Decke, eine umlaufende Empore, bleiverglaste Fenster, wertige Materialien und eine reiche Ornamentierung. Er bietet ca. 230 Personen Platz und ist ausgestattet mit moderner Veranstaltungstechnik. Zusätzlichen Platz bieten vier Seminarräume sowie ein Veranstaltungsbüro, Künstlergarderobe und Cateringküche. Die ehemalige Wochentagssynagoge ist als Andachtsraum konzipiert und lädt Juden zur Ausübung ihres Glaubens ein. Auch wenn die heutige Nutzung der Synagoge überwiegend säkular ist, soll der Ursprung des Gebäudes stets mitgedacht und reflektiert werden. Dieser großen Verantwortung wird auch bei der Auswahl der Veranstaltungen und Projekte im Kulturforum Rechnung getragen.
Ein 360°-Blick vermittelt einen ersten Eindruck von der Location.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache, Veranstaltungskalender beachten
Einschränkungen (räumlich):
keine grundsätzlichen Einschränkungen, je nach Filminhalt muss die Nutzung sakraler Räumlichkeiten extra überprüft werden
Nutzung
musealer Ort, Veranstaltungsort für Konzerte, Lesungen oder Konferenzen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Die Görlitzer Synagoge wurde 1909-1911 im Stil von Neoklassizismus und Jugendstil mit maurischen Elementen erbaut. Die Architekten waren Walther William Lossow und Max Hans Kühne, die auch für den Leipziger Hauptbahnhof und das Dresdner Schauspielhaus verantwortlich zeichneten. Architektonisch ungewöhnlich für ein jüdisches Gotteshaus waren die kompakte kubische Form und die monumentalen Proportionen des Gebäudes, ausgeführt in einer modernen Stahlbetonkonstruktion. Die Ornamente am und im Gebäude zitieren traditionelle Gestaltungselemente und interpretieren diese neu.
weiterführende Informationen zur baulichen Geschichte des Hauses hier und hier und hier und hier
Epoche
Jahrhundertwende, Jugendstil
Inneneinrichtung
Die Inneneinrichtung der Görlitzer Synagoge zeichnet sich durch eine eindrucksvolle monumentale Kuppel, kunstvolle Stuckverzierungen und farbig verglaste Fenster aus, die den Raum in warmes Licht tauchen. Farbigkeit und Materialeinsatz strahlen Gediegenheit und Wertigkeit aus. Marmor und Muschelkalk, Gold- und dunkle Brauntöne fanden hier Verwendung. Prägende Elemente wie der reich verzierte Toraschrein, die hebräischen Inschriften und der umlaufende Löwenfries mit Vergoldungen verleihen dem Innenraum eine feierliche und symbolträchtige Atmosphäre und unterstreichen die kunsthistorische Bedeutung des Hauses als einzigartiges Zeugnis jüdischer Sakralarchitektur. Nach Restaurierung des Hauses ist das Kulturforum mit moderner Veranstaltungstechnik (Licht und Ton) ausgestattet, die auf das Gebäude abgestimmt ist.
Zusätzliche Räumlichkeiten
Künstlergarderobe mit Sanitärräumen: 12 qm
erreichbar über Aufzug / Treppe am nördlichen Eingang bzw. durch direkten Zugang vom Garten;
Cateringküche: 17 qm
ausgestattet mit professionellen Edelstahlküchenmöbeln, erreichbar über Aufzug am nördlichen Eingang bzw. durch direkten Zugang vom Garten (Kellerzugang Ostseite),
Achtung: das Mitbringen eines eigenen Caterings ohne die Anmietung der Cateringküche ist nicht möglich.
Im Gebäude stehen auch drei kleinere Seminarräume zur Verfügung, die entweder als Produktionsbüros, Aufenthaltsräume oder zusätzliche Garderoben genutzt werden können.
Erschließung
Kuppelsaal - Heizung:
10 Heizkörper mit Thermostatventilen, Fußbodenheizung mit 4 Raumthermostaten regelbar;
Kuppelsaal - Beleuchtung:
- 8 Kuppelsaal-Leuchter, die in Lichtszenen dimmbar sind
- Sicherheitsbeleuchtung befindet sich in allen Leuchtern (Downlights unterseitig)
- 5 historische Deckenleuchten Rangunterseite (nicht dimmbar)
Steckdosen und Datenanschlüsse befinden sich in den Bodentanks und an den Fensterseiten.
An der Wand befinden sich Anschlüsse für Mikrofone und einen Video – Prompter zur Anzeige des Kamerasignals (Instrumentenabgriff).
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Den Haupteingang zum Haus erfolgt über 4 Treppen (Haupteingangstreppen, geschwungene Granittreppen zur Empore, weitere Granittreppe zur Sängerempore und in den Keller).
Großes Bühnenequipment sollte über den Hauptzugang transportiert werden. Hierbei handelt es sich um eine zweiflüglige Tür mit einer lichten Breite von 1,84 m und lichter Höhe von 3,80 m, die ebenfalls zweiflüglige Tür zum Kuppelsaal hat eine lichte Breite von 1,75 m und eine lichte Höhe von 2,35 m.
Aufzüge:
Aufzug zwischen UG und EG
Kabine: 110 cm x 160 cm
einseitige Zugangstür: 90 x 210 cm
max. Last: 800 kg
Parkplätze
Parkplätze für Pkw nur begrenzt, 1 – 2 Stellplätze direkt am Haus verfügbar;
Parkverbot kann eingeholt werden, um Platz für ca. 15 Autos zu schaffen, Kontakte siehe Handout Produktionszentrum Görlitz
Förderkreis Görlitzer Synagoge e. V. ;
Rats-/Stadtarchiv: Siegfried Hoche (Ratsarchivar), T: +49 (0) 3581 671615;
Erfahrungen mit Dreharbeiten
ist vorhanden, u.a. Konzert-Produktionen für Arte, Nachrichtensendungen (Tageschau, Tagesspiegel etc.), diverse Dreharbeiten bei Veranstaltungen;
Stadtverwaltung steht Dreharbeiten in der Stadt sehr offen und kooperativ gegenüber, Kontakten und Informationen für die Produktionsvorbereitung im Handout Produktionszentrum Görlitz;
2017 wurde die Filmstadt Görlitz als Drehort der Oscar®-prämierten US-Komödie "Grand Budapest Hotel" vom EUFCN zur besten europäischen Filmlocation des Jahrzehnts gekürt
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Natalie ten Bosch
Görlitzer Kulturservicegesellschaft mbH
Projektkoordination und Didaktik Kulturforum Görlitzer Synagoge
Brüderstr. 9
02826 Görlitz