Nach zahlreichen Eingemeindungen reichten die Kapazitäten des am Markt gelegenen Alten Rathauses gegen Ende des 19. Jh. nicht mehr aus. Somit wurde das Neue Rathaus auf einem der drei Baufelder der zuvor abgebrochenen Pleißenburg errichtet. Der monumentale, fünfstöckige Verwaltungsbau, entworfen vom Leipziger Architekten Hugo Licht, gruppiert sich in mehreren Gebäudeflügeln um den auf 114 m aufgestockten Pleißenburgturm. Der mit silbergrauem Muschelkalkstein verkleidete Bau verbindet traditionelle mit damals zeitgenössischen Formprinzipien. Renaissanceschaugiebel, barocke Voluten und Jugendstilornamente wurden frei kombiniert. Die teilweise sehr wertvolle Innenausstattung folgt diesen Grundsätzen. Im Sinne eines jedermann zugänglichen Bürgerhauses werden die repräsentativen Rathaussäle insbesondere gemeinnützigen Vereinen zur Verfügung gestellt. Auch Filmproduktionen steht die Leipziger Stadtverwaltung offen und kooperativ gegenüber.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache, Veranstaltungsplan beachten
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache; um Alarmauslösungen zu vermeiden sind Dreharbeiten mit Nebeleffekten ausgeschlossen
Nutzung
Rathaus, Sitz der Leipziger Stadtverwaltung; Tagungen, Ausstellungen, Restaurant, Führungen u. a. durch die Kasematten etc.
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der schloss- bzw. burgähnliche Gebäudekomplex mit dem markanten Turm (114 m) wurde auf unregelmäßigem Grundriss um drei verschieden große Innenhöfe auf den Resten der abgebrochenen Pleißenburg errichtet. Stilistisch greift der Fassadenschmuck auf Elemente aus Renaissance, Barock und Jugendstil zurück und interpretiert sie neu. Die Hauptfassade im Süden wird von einem Mittelrisalit mit Zwerchgiebel - darin enthalten das Leipziger Stadtwappen - und zwei flankierenden Türmen gegliedert. Das Hauptportal, zu dem eine große Freitreppe führt, bewachen zwei auf Postamenten sitzende Löwen: Leipzigs Wappentiere. Die Vorderfront nach Südwesten zieren fünf von unterschiedlichen Künstlern geschaffene Statuen, Justiz, Buchkunst, Wissenschaft, Musik und Handwerk verkörpernd. Der reiche Bauschmuck mit zahlreichen Allegorien und Anspielungen erschließt sich erst bei eingehender Betrachtung der Fassade.
Epoche
Historismus, Jahrhundertwende, Jugendstil, Neorenaissance, Neobarock
Inneneinrichtung
In der großzügig gehaltenen Unteren Wandelhalle im EG befinden sich der Empfangsschalter und wechselnde Ausstellungen. Die zurückgesetzte, bis in das 2. OG führende, repräsentative Haupttreppe weist mit einem roten Teppich ausgelegte Granitstufen auf, das Geländer ist aus Marmor gefertigt. Die Obere Wandelhalle wird dreiseitig von Emporen begrenzt, Deckengestaltung mittels Stuck in Jugendstilformen. Die prächtige Ausstattung des Ratsplenarsaals erfolgte mit einer reich bemalten und vergoldeten Kassettendecke, Holzpaneelen und Ornamenttapete. Weitere bemerkenswerte Räume und Säle des Rathauses stellen u. a. der Konferenzraum 270 (Turmzimmer), der große Sitzungssaal sowie der Festsaal mit Bühne und Rang dar. Die langen, zu den Räumen der Stadtverwaltung führenden Gänge sind durch wuchtige Holzpendeltüren abgetrennt. Im Zuge der Modernisierung werden diese Türen aufgearbeitet und zu Brandschutztüren umgerüstet, nur im 4. und 5. OG wurden Glastüren eingesetzt. Der als Personenaufzug gebrauchte Paternoster ist noch immer in Betrieb. In seinem aktuellen Look existiert er seit 1986.
Zusätzliche Räumlichkeiten
nach Absprache können unterschiedlich große Nebenräume und Säle, beginnend ab 30 qm, für Garderobe, Maske, etc. zur Verfügung gestellt werden;
Catering kann selbst gewählt werden
Erschließung
Kraftstrom liegt in den wichtigsten Sälen an und ist über Verteilerdosen bis 63 A in alle Bereiche verlegbar, sanitäre Einrichtungen und Wasseranschlüsse sind ausreichend vorhanden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Haupttreppe ca. 4 m breit, Nebentreppe ca. 2,20 m breit
Aufzüge:
Personenaufzug 1,20 m Breite x 1,20 m Tiefe, Türbreite ca. 0,90 m, 1000 kg Maximallast;
zwei Lastenaufzüge, max. Belastung je 1350 kg und 1600 kg
Parkplätze
in zwei Innenhöfen vorhanden:
Innenhof 1 für große Lkw bis 4 m Höhe befahrbar,
Innenhof 2 nur für Transporter/Sprinter geeignet, hier ebenerdige Technikanlieferung über hofseitigen Lastenaufzug möglich,
Technikanlieferung auch problemlos am Martin-Luther-Ring;
kostenpflichtige, öffentliche Parkplätze in der Tiefgarage am Burgplatz, Einfahrt von der Westseite, direkt vor dem Haus Lkw- und Pkw-Stellflächen nur nach Absprache bzw. Genehmigung
Informationen zur Baugeschichte des Rathauses im Stadtarchiv Leipzig erhältlich
Erfahrungen mit Dreharbeiten
die Stadt erhebt für Dreharbeiten im Neuen Rathaus keine Gebühren, lediglich entstehende Unkosten werden in Rechnung gestellt;
verschiedene Dreharbeiten im Neuen Rathaus realisiert, neben SOKO Leipzig, MDR Tatort oder In aller Freundschaft z. B.:
Einspruch, Schatz! (2025)
Das Mädchen mit der Leica (2025)
Droneland (2025)
Einspruch, Schatz! (2022)
Concordia (2022)
Ein Fall von Liebe (Folgen 1-16, 2014)
Geschichte Mitteldeutschlands - Roland Freisler (2013)
Nacht über Berlin (AT: Der Reichstagsbrand; 2012)
Doppelleben (2011)
Eine Stadt wird erpresst (2006)
Marga Engel gibt nicht auf (2004)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Axel Kallenbach
Stadt Leipzig | Amt für Gebäudemanagement
SGL Veranstaltungsdienste
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig
Kontakt vor Ort
Axel Kallenbach
Stadt Leipzig | Amt für Gebäudemanagement
SGL Veranstaltungsdienste
Martin-Luther-Ring 4-6
04109 Leipzig