1976-80 entstand das aus einem Behelfsort rekonstruierte Schauspielhaus als eine der modernsten Spielstätten der DDR. Das Karl-Marx-Städter Theater zählte damals zu den profiliertesten und fortschrittlichsten Häusern der DDR. Schauspieler wie Ulrich Mühe, Corinna Harfouch und Michael Gwisdek begannen hier ihre Laufbahn. Bedeutende zeitgenössische Regisseure wie Frank Castorf, Hasko Weber, Michael Thalheimer und Armin Petras arbeiteten in Chemnitz. Die Architektur des Theaters ist vom Stil der späten 1970er Jahre in der DDR geprägt, einfache geometrische Formen dominieren den Bau. Ein tiefgreifender Umbau des Foyers erfolgte im Jahre 2003. 2011 veränderte sich das Innenkonzept mit dem Umbau der Kleinen Bühne zum Figurentheater und der Erschließung des Ostflügels noch einmal maßgeblich. 2013 wurde im Foyer eine Bühne für einen flexiblen Vorstellungsbetrieb eingerichtet. Aktuell verfügt die Spielstätte damit über vier Bühnen (Große Bühne, Kleine Bühne/Figurentheater, Bühne im Ostflügel, Foyerbühne). Neben den markanten Außenansichten sind Künstlergarderoben und Flure interessante Motive für Dreharbeiten. Das Schauspielhaus gehört neben der Oper Chemnitz und der Stadthalle zur Städtischen Theater Chemnitz gGmbH.
Chemnitz war Kulturhauptstadt Europas 2025.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Juli-August günstiger (Spielpause, jedoch Wartungsarbeiten), sehr dichter Spiel- u. Probenplan und umfangreiches Rahmenprogramm;
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache, Spielbetrieb hat Priorität, langfristige Planung von Vorteil;
ACHTUNG:
wegen umfassender Sanierungsarbeiten Umzug von Schauspiel und Figurentheater in Interimsspielstätten bis voraussichtlich 2026
Nutzung
Schauspielhaus mit Figurentheater und Rahmenprogramm (u. a. Zuschauergespräche, Matineen und Theaterführungen) sowie einer Theaterkneipe
Kunsthistorische Baubeschreibung
Theater als zweistöckiger Putzbau in einfachen, kubischen Formen im Stil der 1970/80er Jahre errichtet; zentral gelagerter, hochaufragendender Bühnentrakt mit einseitigem Bauschmuck aus Beton bildet den Mittelpunkt des Baus; vorverlegter Eingang um eine Vorfläche mit Abendkasse und Windfangüberdachung erweitert, mit Porphyrwänden verkleidet; im Hof Kneipenanbau in zeitgenössischer Architektur mit Freisitzfläche
Epoche
Sozialistische Baukunst, Moderne zeitgenössische Architektur
Inneneinrichtung
Ausstattung im Innern an das schlichte Äußere angelehnt, bevorzugte Materialien im Innenausbau: regionaltypischer Rochlitzer Porphyrtuff sowie diverse Natursteinmaterialien und gebürsteter Edelstahl (z.B. bei der modern gehaltenen Zuschauergarderobe)
Zusätzliche Räumlichkeiten
Künstlergarderoben und Zusatzräume vorhanden, aber bei laufenden Spielbetrieb kaum freie Kapazitäten; Kneipe kann angemietet werden
Erschließung
Stromanschlüsse in ausreichender Zahl vorhanden, für Bühnentechnik optimiert, sanitäre Anlagen und Wasseranschlüsse verfügbar
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Techniktransport innen nahezu ohne Treppen möglich;
im Außenbereich am Zugang zur Bühne Hubpodium (Fläche: 6 x 3 m, Höhe: 1,37 m, max. Last: 3 t)
Aufzüge:
zwei Aufzüge vorhanden, max. Belastung von je 1.000 kg
Parkplätze
hauseigener Parkplatz mit etwa 40 Pkw-Stellplätzen vorhanden, auf Anfrage zu Reservierung möglich, ein bis zwei Lkw-Stellplätze zur Technik und Materialanlieferung ebenfalls vorhanden, direkter Zugang zur Bühne über Rampe möglich
Komparsen über die Theaterleitung erfragen
Erfahrungen mit Dreharbeiten
bisher keine Dreharbeiten im Schauspielhaus realisiert, vorrangig TV-Berichterstattung zu Premieren etc.
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Dr. Christoph Dittrich
Städtische Theater Chemnitz gGmbH
Generalintendant
Käthe-Kollwitz-Straße 7
09111 Chemnitz
Kontakt vor Ort
Jana Barth
Städtische Theater Chemnitz gGmbH
Künstlerisches Betriebsbüro
Käthe-Kollwitz-Straße 7
09111 Chemnitz