Im 13. Jahrhundert zum Schutz der Wege und Handelsstraßen im Kohrener Land gegründet, war die romanische Burg Gnandstein ein weithin sichtbares Zeichen wettinischer Macht. Der mächtige Bergfried und die umgebende Ringmauer künden noch heute von dieser Zeit. Die übrigen Burggebäude wurden in späteren Jahrhunderten weithin überformt. Die äußere Gestalt Gnandsteins prägen vor allem die Renaissancefassaden des viergeschossigen Südflügels sowie der teilweise barock gestaltete Haupthof. Weite Teile der Burg werden museal genutzt. Authentische Kulissen bieten die Burgzugänge, der romanische Palassaal sowie die kunstvoll überwölbte und mit wertvollen Altären ausgestattete spätgotische Kapelle.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache, Privatwohnungen in der Burg ausgenommen;
ACHTUNG: Bergfried durch Sanierungsarbeiten bis einschließlich 2026 gesperrt, zudem Bauarbeiten an Westflügel und Rittergut bis 2026/2027
Nutzung
museale Nutzung, kleinere Veranstaltungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Straßenseitig erhebt sich der mächtige viergeschossige Südflügel der Burg Gnandstein, die heute glatte, undekorierte Putzfassade zierten im Original Renaissancefriese. Der Zugang zur Burg erfolgt durch ein ursprünglich aus dem 14. Jh. stammendes Torhaus, von dem aus, am nördlich angrenzenden Palas vorbei, der Vorhof (Torzwinger) mit einem Wehrgang aus dem 19. Jh. erschlossen wird. Den von Arkadengängen umgebenen Haupthof der ehemaligen Unterburg begrenzen das Brunnenhaus, der Südflügel, der heute gastronomisch genutzte Westflügel sowie der Kapellenflügel. Nach Osten hin flankiert den Hof ein Wohnbau aus dem 17. Jh., daran anschließend der Turmhof mit dem Bergfried der ehemaligen Oberburg. Gestalt geben Burg Gnandstein vor allem die Renaissancefassaden, teilweise noch mit gotischen Fenstern, sowie die barocken An- und Umbauten mit schlichter Formgebung vor allem im Haupthof. Der 33 m hohe, von Zinnen bekrönte Bergfried überragt die Anlage.
Epoche
Romanik, Gotik, Barock, Sächsischer Barock
Inneneinrichtung
Im Burginnern ist insbesondere der Palas bemerkenswert. Er beherbergt im 3. OG den Palassaal mit seltenen spätromanischen Fensterarkaden, die nischenartig angelegt und mit Fensterbänken ausgestattet sind. Des Weiteren weist der Saal eine Holzbalkendecke und einen Dielenfußboden auf. Einen weiteren Höhepunkt bildet die Burgkapelle, die ein sternenförmiges Zellengewölbe sowie eine Empore aufweist. Original erhalten sind ebenfalls einige künstlerisch hochrangige Altäre, darunter ein spätgotischer Marienaltar von Peter Breuer. Zahlreiche Räume auf Gnandstein sind heute im Rahmen musealer Präsentationen der Öffentlichkeit zugänglich, so verfügt Burg Gnandstein über eine Sammlung von Bauernmöbeln und Alltagsgegenständen. Der Westflügel wird heute gastronomisch genutzt.
Zusätzliche Räumlichkeiten
ausreichend Räume vorhanden, nach Absprache Museumsräume mitzunutzen;
im Burghof Café & Restaurant "Burg Gnandstein"
Erschließung
Starkstromanschlüsse vorhanden, aber nicht in allen Bereichen verfügbar, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen zu nutzen
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppenaufgänge zu allen Bereichen vorhanden, Eignung für Technik- und Materialtransport individuell zu erfragen
Aufzüge:
keine Aufzüge in der Burg verfügbar
Parkplätze
sehr großer öffentlicher und kostenpflichtiger Parkplatz vor dem Burggelände vorhanden, Burg selbst verfügt nur über wenige eigene Stellflächen, Burghof für Kleintransporter befahrbar
Unterlagen zur Burg Gnandstein im Hausarchiv einzusehen;
Originale im Sächsischen Staatsarchiv archiviert, Anfragen über das Sächsische Hauptstaatsarchiv Dresden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
bisher vorrangig TV-Produktionen, u. a. Geschichte Mitteldeutschlands, Baedecker Tour (MDR), Regio TV Chemnitz
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Peter Knierriem
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Burg Gnandstein
Schlossleiter
Burgstraße 3
04654 Frohburg OT Gnandstein
T: +49 (0) 34344 61309
peter.knierriem@schloesserland-sachsen.de
Kontakt vor Ort
Falk Schulze
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Burg Gnandstein
Museologe
Burgstraße 3
04654 Frohburg OT Gnandstein
T: +49 (0) 34344 61309
falk.schulze@schloesserland-sachsen.de