Die Burg Wolkenstein, heute meist Schloss Wolkenstein genannt, ist weithin sichtbar, auf einem 80 m hohen Felsensporn über der Zschopau gelegen. Die "in die Wolken ragende Burg" wurde im 12. Jahrhundert als Wehrburg zur Sicherung einer der wichtigsten Verkehrsverbindungen nach Böhmen errichtet. Die Bergstadt Wolkenstein mit der Burg als Wahrzeichen gilt als eine der ältesten Siedlungen im oberen Erzgebirge. Um 1500 verlor die Burganlage ihre Schutzfunktion und wurde zum repräsentativen Wohnschloss im spätgotischen und Renaissancestil umgebaut. Diese Umbauten bestimmen bis heute das Erscheinungsbild der Kernburg.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
in den Wintermonaten teilweise nicht beheizt; Fürstenstube, Fürstensaal in den Wintermonaten temperiert
Einschränkungen (räumlich):
Festsäle und Rittersaal geeignet;
ACHTUNG: Dachsanierung bis ca. Herbst 2021
Nutzung
Museum (Ausstellungsräume in der 1. Etage des Südflügels), Gästebüro (städtische Tourist-Information im Ergdeschoss), Festsäle (Veranstaltungen, Ausstellungen und Vermietungen in Fürstenstube und Fürstensaal), Hofstube (Durchgangszimmer vom Treppenaufgang zum Kleinen Saal/Rittersaal), Trauzimmer, Vereinsräume, Gastronomie, privates Museum zur Gerichtsbarkeit im Mittelalter (in der ehemaligen Folterkammer), Militärhistorisches Kabinett und Zinnfigurensammlung (im Torhaus, Zugang über Nordflügel; z.Zt. nur nach Voranmeldung!), Kräutergarten, Sächsischer Adler- und Jagdfalkenhof
Kunsthistorische Baubeschreibung
geschlossene Burg-Schloss-Anlage in Hufeisenform mit weißer Fassade, aufgelockert durch rote und sandsteingraue Gewändefarbigkeit;
Nordflügel mit Torhaus und Südflügel:
dominierende Gebäudeteile, ergänzt im 16. Jahrhundert, Hauptgebäude dreigeschossig mit Vorhangbogenfenstern und schiefergedeckten Pultdächern;
Torhaus:
Rundbogenportal mit Diamantquadern und Treppengiebel von 1883 am Burgeingang vom Schlossplatz, innenhofseitig Durchfahrt mit Spitzbogen, Keller und Erdgeschoss mit Kreuzgratgewölbe;
Wohnturm:
ältester Bauteil mit mächtigem Mauerwerk im Nordosten, um 1500 errichtet, Keller und Erdgeschoss mit Tonnengewölbe;
Wehrmauern:
Reste der ursprunglichen Wehrmauern erstecken sich unterhalb der Burg sich nach Südosten;
Südwestseite:
ehemaliger Wirtschaftshof (mit stationärer Bühne)
Epoche
Gotik, Renaissance
Inneneinrichtung
Innenräume wurden auf ihren ursprünglichen Zustand zurückgebaut, Originaleinrichtung nicht mehr erhalten;
ein Großteil der Räume wird heute museal genutzt, daher Vitrinen, Tafeln, etc.;
Festsäle (Fürstensaal, Fürstenstube) leer stehend mit profilierter Holzbalkendecke, Sitznischen und ornamentale Wandbemalung, beherbergen manchmal Ausstellungen;
Rittersaal mit Kamin, Bänken, Tischen, ist bei Führungen zugänglich, aufgrund der Dachsanierung teilweise als Lager benutzt (Stand: Januar 2021)
Zusätzliche Räumlichkeiten
Aufenthalts- sowie Masken- und Garderobenräume könnten nach Absprache im Büro des Museums oder in den Büros der Burgverwaltung zur Verfügung gestellt werden;
Cateringmöglichkeit im Erlebnisgasthaus "Zum Grenadier"
Erschließung
im Außenbereich Stromanschlüsse mit 16 A und 32 A; Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen vorhanden; bei großen Wassermengen Wasserdruck problematisch
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Treppe zum Festsaal 1,50 m breit x 2 m hoch; zusätzliche Feuertreppe wurde 2003/04 eingebaut
Aufzüge:
Parkplätze
Parken nur im Stadtzentrum von Wolkenstein möglich, an der Burg selbst keine Parkplätze vorhanden; Burghof nur für Be- und Entladung von Pkw geeignet; Tor für Lkw zu klein; Lkw bis 7 t können im Gartenbereich abgestellt werden
Vereinsmitglieder von Burgvolk zum Wolkenstein e.V. oder Grenadierbataillon von Spiegel e.V. könnten als Komparsen angefragt werden, Kostüme aus der Ritterzeit und Grenadiersuniformen um 1812 vorhanden,
Kontaktadressen unter www.stadt-wolkenstein.de > Leben in Wolkenstein > Vereine
Erfahrungen mit Dreharbeiten
verschiedene TV-Filme, u.a.:
Erzgebirgskrimi - Verhängnisvolle Recherche (AT: Erzgebirgskrimi - Tod einer Journalistin; 2021)
Am Ende der Lüge (2011)
Mehrmals Dreharbeiten für TV-Sendungen des MDR auf Schloss Wolkenstein:
Die Spur der Ahnen: Verwandt mit Andreas Geithe? (2011; Kulisse u.a. Erlebnisgasthaus "Zum Grenadier")
Unterwegs in Sachsen: Zu Wolkensteiner Warmbadern (2011; Kulisse u.a. Wohnturm, Amethystausstellung, Militärhistorisches Museum)
Die Spur der Ahnen: Verwandt mit Karl Stülpner? (2010; Kulisse u.a. Erlebnisgasthaus "Zum Grenadier", Fürstenstube, Landschaft um Wolkenstein mit Blick zum Schloss)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Wolfram Liebing
Stadtverwaltung Wolkenstein
Bürgermeister
Markt 13
09429 Wolkenstein
Kontakt vor Ort
Uta Liebing
Stadtverwaltung Wolkenstein
Leiterin Museum & Gästebüro Schloss Wolkenstein
Markt 13
09429 Wolkenstein