Die beeindruckende Burganlage ist bis 1320 vom Johanniterorden errichtet wurden. Im 15. und 16. Jhd. bauten sie die Grafen von Henneberg weiter aus. Die liebevoll von privater Hand restaurierte Anlage ist die einzige erhaltene Johanniterburg im deutschen Sprachraum. Sie bietet Raum für kulturelle Veranstaltungen und Erholung im historischen Ambiente. Als Drehort wurde die Burg bisher für eine Märchenverfilmung genutzt. Sie eignet sich aber auch für romantische oder mystische Stoffe.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache
Einschränkungen (räumlich):
nach Absprache
Nutzung
kulturelle Veranstaltungen, Ferienwohnungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Ursprünglich gehörten zu der Anlage eine weiträumige Vorburg mit Wirtschaftsgebäuden, die Kernburg, umgeben von Resten der Zwingermauer und Eckwehrtürme, sowie einem Wall-Graben-System. Von der Vorburg sind heute noch Teile erhalten, z.B. die Scheune.
Die Kernburg ist im Rechteck angelegt. Um einen rechteckigen Hof befinden sich in U-förmiger Anordnung ein fünfgeschossiger Küchenbau von 1610, die fast siebengeschossige, breitgelagerte Kemenate im Westen und die ein Geschoß niedrigere Südkemenate, Teile der 1317-20 gebauten Kernburg. Die Ostseite des Hofes wurde ursprünglich von dem dickwandigen, quadratischen Bergfried abgeschlossen, der heute in Teilen der unteren Geschosse erhalten ist und Buckelquadermauerwerk aufweist.
Östlich dieser, zu einem wehrhaften, geschlossenen Block vereinten Gebäude, befindet sich ein weiterer Hof. Dessen Ostseite nimmt ein zweigeschossiges, längsrechteckiges Gebäude ein. An der Nordseite ist ein Tor eingelassen, südlich ist das Torhaus, im Kern 1317-20, 1542 ausgebaut mit Eckturm und seitlichem Treppenturm. An der Nord- und Westseite ist die hohe Umfassungsmauer als Schildmauer ausgebildet und mit innenliegenden, teils erhaltenen Wehrgängen versehen. Im Obergeschoß der südlichen Kemenate befindet sich eine Kapelle.
Epoche
Gotik
Inneneinrichtung
Die Innenräume sind durch mehrfache Umbauten im Laufe der Jahrhunderte zwar verändert, ergeben aber ein stimmiges Bild mit der äußeren Gestalt der Burg.
Es gibt 4 Räume für Veranstaltungen:
Der Hennebergsaal befindet sich im Erdgeschoß der Unterburg der Johanniterburg und ist 130 m² groß. Die hölzerne Decke wird von massiven Balken getragen. Die Wände sind weiß verputzt. Im gleichen Gebäude ist auch eine Küche mit Anschluss an den Saal und eine Toilettenanlage.
Die Südkemenate liegt im ersten Geschoss der Oberburg, ist 100 m² groß und ist ebenfalls an eine Küche angeschlossen. Sie weist eine einheitliche Rauchdecke aus Bohlen und Balken auf, die auf Konsolsteinen und Streichbalken aufliegt. Der Fußboden wurde nach historischen Vorbildern aus Eschenholz und Eichenrahmen erneuert. Scharten- und tiefliegende Schlitzfenster sind original erhalten geblieben.
Unter der Südkemenate befindet sich ein Gewölbekeller mit 100 m².
In der Torburg gibt es im 2. Obergeschoss darüber hinaus den 70 m² großen Wettiner Saal mit hölzerner Kassettendecke.
Die Ferienwohnungen in der Johanniterburg sind großzügig geschnitten. Sie sind mit Wohnzimmer, Bädern und Wohnküche ausgestattet und bieten bis zu 26 Personen Platz. Viele der Räume haben hölzerne Decken und Wände, z.T. auch gut erhaltene Renaissanceverzierungen. Das Mobiliar besteht vorwiegend aus Antiquitäten.
Zusätzliche Räumlichkeiten
ausreichend vorhanden
Erschließung
Strom, Wasser, Telefon, sanitäre Einrichtung in allen Gebäuden
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
verschiedene, u.a. Wendeltreppe, die über mehrere Etagen zugänglich ist
Aufzüge:
keine
Parkplätze
ca. 8 Parkplätze im Bereich der ehemaligen Vorburg, weitere im Ort
Die von Eichborns selbst sind Experten zur Geschichte der Burg und verfügen über zahlreiche Kontakte.
Literatur:
Bruno J. Sobotka und Jürgen Strauss: "Burgen, Schlösser, Gutshäuser in Thüringen"
Gudula und Johann Friedrich von Eichborn: "Der Wappentürsturz zu Kühndorf"
Hans-Joachim Mrusek "Johanniterburg Kühndorf - Zur Baugeschichte der Johanniterburg Kühndorf in der ehemaligen Grafschaft Henneberg"
Alle genannten Publikationen können unter www.johanniterburg.de bestellt werden.
Erfahrungen mit Dreharbeiten
verschiedene TV-Beiträge, "Sin Reaper" (Fairground Media 2010), "Brüderchen und Schwesterchen" (studio.tv.film GmbH 2008)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Elisabeth von Truchseß
Johanniterburg Kühndorf
Schloßstraße 17
98547 Kühndorf
Kontakt vor Ort
Elisabeth von Truchseß
Johanniterburg Kühndorf
Schloßstraße 17
98547 Kühndorf