Die barocke Schlossanlage in Pillnitz fügt sich harmonisch in die Elblandschaft südöstlich von Dresden ein. Die um den Barockgarten gegliederten Pavillons sind in ihrer Architektur großartig auf einander abgestimmt und bilden trotz unterschiedlicher Bauepochen eine stimmiges Ensemble. Das Wasserpalais mit seiner ausladenden, bis an das Elbufer heranreichenden Freitreppe diente als Anlegeplatz für die Gondeln und Ausflugsschiffe des Dresdner Hofstaates und vermittelt noch heute einen authentischen Eindruck barocker Festkultur. Der verspielte, ostasiatischen Formen entlehnte Fassadenschmuck der Pavillons sowie ihre geschwungenen, chinoisen Dächer zeugen von der weit verbreiteten Asien-Mode des 18. Jhs. Zur Schlossanlage gehören neben dem Wasserpalais das spiegelbildlich konzipierte Bergpalais sowie das im 19. Jh. entstandene Neue Palais, das klassizistische Züge aufweist und einen Fliederhof umschließt.
Ein 360°-Rundgang vermittelt einen ersten Eindruck der Anlage.
siehe auch Location Guide-Eintrag Schlosspark Pillnitz
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
Herbst/Winter problematisch, Orangerie September-Mai geschlossen
Einschränkungen (räumlich):
Schlossgarten nicht abzusperren, muss öffentlich zugänglich bleiben
Nutzung
öffentliche Parkanlage, Veranstaltungen, Konzerte etc.
Kunsthistorische Baubeschreibung
Das Wasserpalais wurde 1720-22 von Oberlandbaumeister Matthäus Friedrich Pöppelmann entworfen und erbaut. Die Elbseite mit einer ins Flussufer reichenden, von Pfeilern flankierten Treppenanlage erinnert an venezianische Paläste. Der Mittelpavillon an der Gartenseite mit vorgelagerter Treppe und Portikus ist der Tradition palladianischer Villen verpflichtet. Einmalig ist die polychrome Fassadengliederung durch Lisenen und Felderungen sowie die aufwändige Bemalung im chinoisen Stil mit rotfigurigen Szenen auf ockerfarbenem Grund. Sowohl die Wasser- als auch die Bergpavillons sind von geschwungenen Dächern bekrönt, die ostasiatischen Formen nachempfundenen sind.
Das als Spiegelbild des Wasserpalais konzipierte Bergpalais wurde ab 1723 errichtet und sein Äußeres dem Wasserpalais durchgängig angeglichen. An das Bergpalais schließen sich ebenfalls zwei zum Garten eingerückte Seitenpavillons an.
Das Neue Palais an der Südostseite des Gartens bildet den Abschluss der bis nach Dresden geplanten Allee. Trotz der 100 Jahre späteren Erbauungszeit ist das Neue Palais stark an die barocken Pavillons angepasst und über viertelkreisförmige Galerien mit ihnen verbunden. Der siebenachsige Mittelbau wird gegliedert durch vierzehn korinthische Säulen. Die dreiflügelige Anlage schließt sich auf der Rückseite um den Fliederhof, der eine klassizistisch-dorintische Formgebung aufweist.
Epoche
Barock, Klassizismus, Sächsischer Barock
Inneneinrichtung
Die Innenräume des Wasser- und des Bergpalais werden museal genutzt (Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden - Museum bleibt 2025 ganzjährig geschlossen Vorbereitungen zur baulichen Ertüchtigung der Gebäude) und sind daher nicht für Dreharbeiten geeignet.
Im Neuen Palais eignen sich der original erhaltene Grüne Gang, die Königliche Hofküche, die Katholische Kapelle sowie der Kuppelsaal (auch: Fest- und Speisesaal) für Filmaufnahmen. Der Innenraum des Kuppelsaals hat einen quadratischem Grundriss und ist von korinthischen Säulen umgeben. Die kassettierte Decke zeigt eine Bemalung von Karl Christian Vogel von Vogelstein. Die einschiffige Katholische Kapelle wurde zwischen 1823 und 1829 im nördlichen Flügel eingerichtet und 1830 geweiht, sie wird auch heute noch von der Katholischen Kirche genutzt.
Zusätzliche Räumlichkeiten
nach Absprache in den Schlossräumen bzw. in den Sommermonaten in der Orangerie einzurichten;
Hotelzimmer im benachbarten Schlosshotel Pillnitz, weitere Unterkünfte über das Buchungssystem der Dresden Information
Erschließung
Starkstromanschlüsse vorhanden, nach Absprache Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen nutzbar
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
größtenteils ebenerdig, keine relevanten Treppen
Aufzüge:
keine Aufzüge vorhanden
Parkplätze
auf dem Schlossgelände und im Park keine Fahrzeuge erlaubt, Kleinbusse und Kleintransporter nur in Ausnahmefällen zum Be- und Entladen möglich, kostenpflichtiger Pachtparkplatz vor dem Gelände, einige kostenfreie Stellflächen in der Umgebung;
2 E-Ladesäulen auf dem Parkplatz Leonardo-da-Vinci-Straße
Archivmaterial über Ansprechpartner Drehgenehmigung einzusehen;
weiteres Material zum Schloss Pillnitz im Stadtarchiv Dresden sowie im Sächsischen Hauptstaatsarchiv Dresden vorhanden
Erfahrungen mit Dreharbeiten
vorrangig Aufnahmen für TV-Unterhaltungssendungen (ZDF-Konzerte, Traumreisen), aber auch Dreharbeiten für Kino- und TV-Produktionen:
WaPo Elbe - Geheimnisvolle Insel (Staffel 1, Folge 4; 2022)
Der Dolch des Batu Khan (2003)
MDR Tatort
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Antje Heinze
Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbH | Schloss & Park Pillnitz
Marketing/Öffentlichkeitsarbeit
August-Böckstiegel-Straße 2
01326 Dresden
T: +49 (0) 351 2613266
antje.heinze@schloesserland-sachsen.de