In der ländlichen Umgebung von Frohburg, im Ortsteil Rüdigsdorf, zeugt der Schwindpavillon vom Kunstverständnis des sächsischen Landbürgertums im 19. Jahrhundert. Der Pavillon, eigentlich Teil einer in einen Landschaftsgarten eingebetteten Orangerie, wurde in schlichten, klassizistischen Formen ausgeführt. Sein Inneres beeindruckt vor allem durch die Wandfresken, die nach Plänen des Malers Moritz von Schwind entstanden sind und die Sage von Amor und Psyche erzählen. Harmonisch fügen sich Deckenbemalung, verglaste Flügeltüren und die sorgsam ausgewählte Möblierung in den Gesamteindruck des Saales. In den 1830er Jahren kam in dem Pavillon und dem angrenzenden Park das Landbürgertum zu Lesungen, Konzerten und gesellschaftlichen Ereignissen zusammen, bei denen bisweilen Künstlerpersönlichkeiten wie Felix Mendelssohn-Bartholdy zugegen waren. Heute finden noch immer kulturelle Veranstaltungen in dem Gartensaal statt.
Hinweise zum Dreh
Einschränkungen (zeitlich):
nach Absprache, Trauungen, im Winter nicht beheizt
Einschränkungen (räumlich):
keine
Nutzung
Hochzeiten, Konzerte, Kulturveranstaltungen, Führungen
Kunsthistorische Baubeschreibung
Der Schwindpavillon ist Teil eines klassizistischen Orangeriebaus mit einem lang gestreckten, flachen Mittelbau und zwei seitlich abschließenden Pavillons. Der in seinem Äußeren sparsam verzierte Pavillon weist vier nahezu Geschoss hohe, verglaste Flügeltüren auf, die mit einem Rundbogen abschließen. Der eingeschossige Pavillon auf rechteckigem Grundriss wird von einem Satteldach bedeckt.
Epoche
Klassizismus
Inneneinrichtung
Kontrastierend zum strengen Äußeren beeindruckt die großartige Innengestaltung des Schwindpavillons. Für die Innenarchitektur dienten Pläne des namhaften Architekten Gottfried Semper, die Ausmalung der Wände durch Moritz von Schwind zeigt Motive der Sage von Amor und Psyche, verfasst vom römischen Dichters Apuleius. Die Malereien wurden in Fresko-Technik, d.h. direkt auf dem frischen Putz, tw. von Schwind selbst, tw. von seinen Assistenten, geschaffen. Die in Tempera ausgeführte Deckenbemalung realisierten die Maler Gustav Adolf Hennig und Otto Wagner. Sie zeigt das Bild „Amor führt Psyche zum Olymp empor“, umrahmt von zwölf Tierkreiszeichen sowie ornamentalen Frucht-, Blüten- und Blättergirlanden, die vier Jahreszeiten symbolisierend. Desweiteren schmücken den Raum zwei kostbare Kronleuchter sowie eine originale, fast lebensgroße Marmorplastik der Psyche. Die Bestuhlung ist dem klassizistischen Stil des Saals angepasst und kann variiert werden.
Zusätzliche Räumlichkeiten
sehr kleiner Umkleideraum vorhanden, sonst keine leerstehenden Räume nutzbar;
nächstgelegene Übernachtungsmöglichkeit im Burghotel auf der Burg Gnandstein, größere Städte mit mehreren Hotels sind Chemnitz, Mittweida, Altenburg, Leipzig
siehe auch Location Guide-Eintrag Burg Gnandstein
Erschließung
Normalstromanschlüsse vorhanden, Starkstrom könnte darüber angeschlossen werden, Wasseranschlüsse und sanitäre Einrichtungen mitnutzbar
Informationen zur Zugänglichkeit
Treppen:
Aufzüge:
Parkplätze
direkt am Pavillon ca. 6-7 Stellplätze für Pkw vorhanden
weitere Informationen sowie Literaturhinweise zum Schwindpavillon über Frau Schulze im Töpfermuseum (Kontakt s.o.)
Erfahrungen mit Dreharbeiten
TV-Produktionen (MDR)
Impressionen
Kontakt
Kontakt Drehgenehmigung
Susann Schubinski
Stadtverwaltung Frohburg
Zentralamt
Markt 13-15
04654 Frohburg
Kontakt vor Ort
Corinne Schulze
Museen Kohren-Sahlis
Töpfermuseum
Baumgartenstraße 3
04654 Frohburg