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Gobelinzimmer

Gobelinzimmer

© MDM

Gobelinzimmer

Gobelinzimmer

© MDM

Kamin im Lederzimmer

Kamin im Lederzimmer

© MDM

Jahrhundertwende Gründerzeit Herrschaftsbauten Gutshäuser

Nur wenige Kilometer vom Zentrum der Klassikerstadt entfernt, liegt das Landgut Holzdorf. Das großzügige Anwesen war bis in die 1940er Jahre hinein Sommerresidenz des Großindustriellen Otto Krebs, der eine der größten und qualitätvollsten privaten Kunstsammlungen der Moderne sein eigen nannte. Nachdem er den Herrensitz 1917 erworben hatte, lies er das Anwesen nach seinen Vorstellungen umgestalten. Die repräsentativen Räume des Herrenhauses sind originalgetreu erhalten und zeugen von Krebs’ mondänen Leben.

Hinweise zum Dreh

Einschränkungen (zeitlich):

nach Absprache

 

Einschränkungen (räumlich):

nach Absprache

Nutzung

Die repräsentativen Räume des Herrenhauses können für kulturelle Veranstaltungen und private Feiern gemietet werden. Die Bibliothek wird von der gegenüberliegenden Fachschule für Altenpflege als solche genutzt. Insgesamt umfasst das Gelände 8 Gebäude, die vom Diakonisches Zentrum Weimar genutzt werden. Siehe auch Einträge Landgut Holzdorf Weimar , Alte Aula im Landgut und Parkanlagen Landgut Holzdorf Weimar im Location Guide.

Kunsthistorische Baubeschreibung

Erstmals erwähnt wurde das Landgut Holzdorf im 14. Jhd. als Rittergut mit Vierseithof. Das sehr gut erhaltene Herrenhaus wurde zwischen 1690-1750 errichtet. Die fruchtbarste Phase erlebte das Anwesen Anfang des 20. Jhd. Der Mannheimer Industrielle Dr. Otto Krebs erwarb den Herrensitz 1917 von der Stadt Weimar.



Herrenhaus (Ostflügel): 3- bis 4-geschossig, Fensterachsem nehmen ab dem 1.OG ab, im EG Gliederung durch schmale Pilaster, Betonung des Portals durch kannelierte Pilaster, Vordach getragen von Säulen nach ionischen Vorbild, über dem Portal im 1. OG ein Balkon, den wieder kannelierte Pilaster rahmen, im DG Betonung der Hauptachse durch Dreiecksgiebel, Verkleidung im EG und 1. OG mit Schieferziegeln, DG mit roten Ziegeln, auf der Parkseite halbrunder Anbau im EG, quergestellter 4-geschossiger Flügel, im Süden schließt ein 2-geschossiger Fachwerkbau mit Erker an

Epoche

Jahrhundertwende, Gründerzeit

Inneneinrichtung

Umbau und Ausstattung des Herrenhauses geschahen unter Otto Krebs, in den 1920/30er Jahren. Der Großteil der Zimmer ist mit farbig gefassten Stuck und aufwendigen Vertäfelungen versehen. Die aufwändigen Leuchter in Atrium und Bibliothek sind erhalten, ebenso wie kleinere im Gobelin- und Lederzimmer. Letztgenannte verdanken ihren Namen der Bespannung der Wände. Die Wände des dem Hof zugewandte Lederzimmers sind ab ca. 1 m Höhe mit Leder bespannt. Darunter gliedern massive Vertäfelungen den Raum. Auch in der Kassettendecke wird das Gestaltungselement Holz wieder aufgenommen.


Im benachbarten Gobelinzimmer ist die Decke ebenfalls in Kassetten aufgeteilt, hier vollständig Stuckarbeiten. Die beeindruckenden Gobelins zeigen mythologische Szenen. Abgeschlossen wird der Raum zum Park hin mit einem halbrunden, vollständig befensterten Anbau. Diese Erweiterung geht, ebenso wie das Atrium, auf Krebs zurück.


Das Musikzimmer, hier wiederholt sich die großzügige Befensterung zum Garten hin, wirkt klassischer. Hier dominieren im Gegensatz zu den geometrisierenden Formen von Leder- Und Gobelinzimmer verspielte, florale Elemente, wie Girlanden und Zöpfe.


Die Bibliothek ist wie alle Räume im Erdgeschoß mit aufwendigen Parkett ausgestattet. Die Wände sind hier schlicht einfarbig und nicht untergliedert. Darüber spannt sich eine barock anmutende Decke mit aufwendigen Stuckarbeiten und einem kolossalen Kronleuchter.


Ebenfalls im Erdgeschoß ist die Küche erhalten geblieben. Sie ist dem Park zugewandt und mit Originalinventar versehen. Die wandausfüllenden Einbauschränke und eine Kühleinrichtung vom "Demmerwerk Eisenach" gehen auf den Anfang des letzten Jahrhunderts zurück.


Im Keller sind ein kleines Gewölbe und der Tresor, der Krebs' Schätze vor den Nazis versteckte.

Zusätzliche Räumlichkeiten

auf Anfrage

Erschließung

Strom, Wasser, sanitäre Anlagen, Telefon; nicht im 2. OG des Herrenhauses, dort auch keine Heizung

Informationen zur Zugänglichkeit

Treppen:

1,2-2 m, Materialtransport in alle Bereiche möglich

 

Aufzüge:

keine

Parkplätze

auf dem Gelände und unmittelbar daneben ausreichend vorhanden

Dokumente, Archivalien und Kontakt zu Experten über Diakonie (s.o.);

Literatur: Andrea Pophanken/Felix Billeter (Hg.): Die Moderne und ihre Sammler. Französische Kunst in deutschem Privatbesitz vom Kaiserreich zur Weimarer Republik, Berlin: Akademie Verlag, 2001

Erfahrungen mit Dreharbeiten

Nataschas Tanz (Ma.ja.de Fiction GmbH und Fatt Productions, 2023)
Erich Mielke - Meister der Angst (LOOKS Filmproduktionen GmbH 2015), Der Ursprung der Gewalt (INTEGRAL FILM 2014), Der Rand (Sebastian Puchinger, 2014), Für Elise (ostlicht filmproduktion GmbH 2010), Der Gewaltfrieden (Tellux-Film GmbH 2009), Rotkäppchen (Mediopolis 2005), Videoproduktion Christina Rommel, MDR u.a.
Ich ist ein Anderer (ostlicht filmproduktion GmbH, 2025)

Lage

Räumlichkeiten des Landguts Holzdorf

Otto-Krebs-Weg 5
99428 Weimar-Holzdorf

Kontakt

Räumlichkeiten des Landguts Holzdorf
Otto-Krebs-Weg 5
99428 Weimar-Holzdorf

Zur Website

Kontakt Drehgenehmigung

Bettina Schmidt
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbH
Geschäftsführerin

Otto-Krebs-Weg 5
99428 Holzdorf / Weimar

T: +49 (0) 3643 777880
vermietung-landgut@diakonie-wl.de

Kontakt vor Ort

Jörg Conrad
Diakonie Landgut Holzdorf gGmbH
Teamleiter Veranstaltungsbereich

Otto-Krebs-Weg 5
99428 Holzdorf / Weimar

T: +49 (0) 3643 777880
vermietung-landgut@diakonie-wl.de

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